Gefährliche Güter - Chemische Plauderei

Wichtige Hinweise

An dieser Stelle sollen noch einige Trivial- und Handelsnamen erwähnt, Anmerkungen zur Nomenklatur der Chemie gemacht und Erklärungen zu verschiedenen Stoffen gebracht werden.

Die Sortierung der Liste ist nicht ganz konsistent. Es beginnt mit den Suffixen, gefolgt von den Präfixen und ganzen Wörtern. Allerdings sind einige Verbindungsgruppen als Suffix (z. B. -nitrit), andere als eigenständiger Begriff (z. B. Nitrat) aufgeführt.

Da ich zumindest nach der alten Strahlenschutzverordnung eine geprüfte "fachkundige Person" für den Umgang mit offenen und umschlossenen radioaktiven Stoffen bin, habe ich auch in dem Bereich ein paar Bemerkungen angebracht, für einen tieferen Einstieg in die Materie des Strahlenschutzes empfehle ich aber die Seiten von Dr. Wolfgang Botsch. Auch hier wieder der Hinweis zu Links auf Seiten Dritter.

(I), (II) usw.Gibt bei Elementen, die in verschiedenen Oxidationszahlen auftreten können, die in dieser Verbindung vorliegende an. In der Formelschreibweise ist das nicht erforderlich.
-acetatSalz der Essigsäure (Ethansäure)
-alSuffix für ein Aldehyd
-atSuffix für ein Salz oder Ester. Spezielle Suffixe habe ich nur als Salz beschrieben.
-formiatSalz der Ameisensäure (Methansäure)
-nitratSalz der Salpetersäure, mit -NO3
-nitritSalz der Salpetrigen Säure, mit -NO2
-olSuffix für einen Alkohol oder ein Phenol
-onSuffix für ein Keton
-silanSilane sind Silizium-Wasserstoff-Verbindungen ähnlich der Kohlenwasserstoffe, so ist Monosilan SiH4 das Gegenstück zum Methan. Silane sind relativ instabil, insbesondere höhere Silane reagieren stark mit Sauerstoff und Wasser. Wie bei Kohlenwasserstoffen können die Wasserstoffatome aber auch substituiert sein, z. B. durch Alkyle, Aryle oder Halogene. Polymerisierte Silane nennt man je nach Typ Silikonöl, Silikon.
Allyl-Prop-2-en-1-yl-Gruppe (H2C=CH-CH2-)
Ammonium-Salze des Ammoniaks, NH4-
Amyl-C5H11-Gruppe
Alkyl-Alkangruppe, z. B. Methyl CH3-
Aryl-Arengruppe, z. B. Phenyl C6H5-
Butyl-C4H9-Gruppe
Cyclo-Ringförmiger Kohlenwasserstoff, Cycloalkane haben z B. die Summenformel von Alkenen
Ethyl-C2H5-Gruppe, von Ethan C2H6
Iso-Isomere Verbindungen, d. h. verwandte Verbindungen mit gleicher Summen-, aber anderer Strukturformel. Bei ihnen besitzt ein C-Atom drei benachbarte C-Atome.
Methyl-CH3-Gruppe, von Methan CH4
n-Präfix für geradkettige Isomere
Neo-Isomere Verbindungen, bei denen ein C-Atom vier benachbarte C-Atome besitzt.
o-, m-, p-Isomere von Arenen, bei denen die beiden gleichen Substituenten in 1,2-Lage nebeneinander (ortho), in 1,3-Lage durch ein Wasserstoffatom getrennt (meta) bzw. in 1,4-Lage gegenüber (para) liegen.
sek-Sekundäre Alkylgruppe. Bei ihr sind an dem C-Atom, das die Bindung trägt, zwei C-Atome angeschlossen.
tert-Tertiäre Alkylgruppe. Bei ihr sind an dem C-Atom, das die Bindung trägt, drei C-Atome angeschlossen.
AlkanGesättigter Kohlenwasserstoff
AlkenKohlenwasserstoff mit Doppelbindung (für Arene ungebräuchlich)
AlkinKohlenwasserstoff mit Dreifachbindung
Aldehydorganische Verbindung mit einer -COH Gruppe
Alkoholorganische Verbindung mit einer -CH2-OH, =CH-OH- oder =C-OH Gruppe
AmeisensäureMethansäure, die einfachste organische Säure: HCOOH
Amide, Imide, NitrideVerbindungen ähnlich dem Ammoniak (NH3), bei denen ein, zwei oder drei Wasserstoffatome substituiert sind
AnsteckungsgefahrAnsteckungsgefährliche Stoffe der Risikogruppe 4 rufen mit hoher Übertragungswahrscheinlichkeit ernste Erkrankungen hervor, solche der Gruppe 3 haben eine geringe Übertragungswahrscheinlichkeit, aber für gefährliche Krankheiten. In Gruppe 2 ist eine Übertragung weniger wahrscheinlich, es besteht keine wirkliche Gefahr. Außerdem gibt es Gruppe 1 für Mikroorganismen, durch die eine Infektion unwahrscheinlich ist. Unter Nummer UN2900 gehören nur Stoffe, die ausschließlich für Tiere und nicht für Menschen gefährlich sind.
Es ist normal, dass die Übertragungswahrscheinlichkeit einer Krankheit zumeist mit ihrer Gefährlichkeit abnimmt. Ein Schnupfenvirus verbreitet sich schnell durch die Luft, echte Grippe (Influenza) mit einer weitaus größeren Gefahr weniger, noch tödlichere Krankheiten wie aktuell SARS noch seltener (auch bei Tuberkulose ist es relativ unwahrscheinlich). Als eine Ausnahme sind Pocken als sehr gefährlich bekannt, da die Variola-Viren jedoch nur im menschlichen Körper überleben, hatte eine weltweite Impfaktion die Ausrottung zur Folge - bis auf Virenkulturen in medizinischer und militärischer Forschung.
ArenKohlenwasserstoff mit Benzolring
BenzinBenzin ist der bekannte Trivialname für ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen, das der Verbrennung in Ottomotoren dient. Auch die Begriffe Wasch- und Reinigungsbenzin sind üblich. Man kann eine benzolähnliche Verbindung mit zwei Doppel- und einer Dreifachbindung auch als Benzin bezeichnen, dieser Stoff ist aber bei üblichen Bedingungen nicht stabil.
BleistyphnatBleitrinitroresorzinat
BromchlordifluormethanEin halogenierter Kohlenwasserstoff, der neben Bromtrifluormethan das letzte in Deutschland zugelassene Halon-Feuerlöschmittel war. DIN 14270 enthält eine eigene Nomenklatur, die auf der Anzahl von C-, F-, Cl- und Br-Atomen im Molekül beruht. Dies wäre also Halon 1211.
BromtrifluormethanEin halogenierter Kohlenwasserstoff, der neben Bromchlordifluormethan das letzte in Deutschland zugelassene Halon-Feuerlöschmittel war. DIN 14270 enthält eine eigene Nomenklatur, die auf der Anzahl von C-, F-, Cl- und Br-Atomen im Molekül beruht. Dies wäre also Halon 1301.
CyclotetramethylentetranitraminHMX, Oktogen
CyclotrimethylentrinitraminCyclonit, Hexogen, RDX
DeuteriumDer einzige Fall der Chemie, in dem ein Element mehrere Namen hat, ist der Wasserstoff: Er kommt als normales Hydrogenium (H) vor, seinem natürlichen Isotop (mit einem Neutron) hat man aber sowohl den eigenen Namen "Deuterium" spendiert als auch das gelegentlich genutzte Symbol "D". Nur Tritium mit zwei Neutronen, radioaktiv, wird nicht mit einem eigenen Formelzeichen versehen. Übrigens wird Tritium in den Leuchtziffern modernerer Uhren verwendet, seine Betastrahlung ist so niederenergetisch, dass sie das Gehäuse nicht durchdringt und mit normalen Zählrohren auch nicht gemessen werden kann. Lediglich etwas Bremsstrahlung tritt aus. Antike Uhren haben wesentlich stärker strahlende radiumhaltige Leuchtfarbe. Die Frauen, die diese auftrugen, die Pinsel mit den Lippen anspitzten und teilweise Nägel und Zähne für ein Rendezvous anmalten, sind reihenweise an den Folgen gestorben.
DinitroglycolurilDINGU
1,4-Dioxanp-Dioxan, ein Cyclohexan, bei dem zwei gegenüberliegende C-Atome durch O-Atome ersetzt sind (von der Struktur her, synthetisieren kann man es so nicht). Es verhält sich auch wie ein Ether. Beim Dioxin hingegen sind die verbleibenden C-Atome jeweils mit einer Doppelbindung verbunden, beim Seveso-Dioxin TCDD verbinden zwei Sauerstoffatome jeweils die benachbarten C-Atome zweier Benzolringe, bei dem die gegenüberliegenden C-Atome wieder je ein Cl tragen. 2,3,7,8-Tetrachlor-dibenzo-p-dioxin nennt sich das Konstrukt folglich, es ist 500-mal so wirksam wie Strychnin und mehrere zehntausend Mal giftiger als Kaliumcyanid (Zyankali), um das mal mit den bekannten Ingredienzien von Kriminalromanen zu vergleichen.
DistickstoffmonoxidLachgas, schwach betäubend
DistickstofftetroxidRotbraunes giftiges Gas (typische Farbe von "Nitrosegas"), liegt im Gleichgewicht mit dem farblosen Stickstoffdioxid vor, mit Gleichgewicht bei ca. 50-60 C, mehr N2O4 bei kleineren Temperaturen, Siedepunkt 21,1 C. Stickstoffdioxid zerfällt ab ca. 200 C unter Sauerstoffabgabe zu NO.
Eisen-(III)-chloridWasserlöslicher Feststoff, häufig als Ätzmittel für Platinen verwendet
EsterReaktionsprodukte von Säuren und Alkoholen, als Produkte der Carbonsäuren R-COO-R'. Das -OH der Säure (vom -COOH) reagiert mit dem -H (vom -OH) zu Wasser und dem Ester. Ein Ester ist grob also ein salzartiger Stoff.
Etherorganische Verbindung mit einer -O- Gruppe. Sind beide Seiten gleich, so spricht man von symmetrischen Ethern, deren Namen Di-Restname-ether lauten, z. B. Dimethylether.
EthylenoxidOxacyclopropan, Oxiran. Es ist ein wichtiges Zwischenprodukt der Chemie (Kunststoffe), ein sogenannter Dreiringether.
Fischer-Tropsch-GasLeitet man Wasserdampf über glühende Kohle, so wird die Kohle zu Kohlenmonoxid reduziert und gleichzeitig das Wasser zu Wasserstoff reduziert. Das entstehende Gemisch aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff nennt man Wassergas, das sich in Gleichgewicht mit Kohlendioxid und Wasserstoff befindet. Entfernt man das Kohlendioxid (Auswaschen), so kann man bequem Wasserstoff gewinnen. Ein anderes Ziel hat die Fischer-Tropsch-Synthese, sie erzeugt katalytisch Kohlenwasserstoffe aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Die Strukturformel des Produktes hängt vom Verhältnis Kohlenmonoxid zu Wasserstoff ab. Schließlich ist Wassergas auch ein Bestandteil von Stadtgas, das man meines Wissens heute in Deutschland allerdings nicht mehr nutzt.
FuranOrganischer Fünferring, bei dem eine Position durch Sauerstoff besetzt ist
GuanylnitrosaminoguanyltetrazenTetrazen
HexanitrodiphenylaminDipikrylamin, Hexyl
HexolitHexotol
HydrazinHydrazin, "Diamid" N2H4, ist einer der reaktionsfähigsten Stoffe der Organik, stark ätzend, zur explosionsartigen Zersetzung neigend, brennbar, sehr giftige explosive Dämpfe, krebserregend. Es wird in Verbindung mit Sauerstoffträgern wie Salpetersäure oder Wasserstofperoxid als Raketentreibstoff verwendet. Außerdem gibt es hydrazinbetriebene Notaggregate in Flugzeugen (Emergency Power Unit EPU), das einzige Beispiel ist meines Wissens allerdings die F-16 (USA, Niederlande und viele andere) mit ca. 24 l Hydrazin. Trotz seiner sonstigen Eigenschaften wird Hydrazin in die Klasse 8 eingeordnet.
KampfstoffeChemische Kampfstoffe, vulgo Giftgase, gibt es (zu) viele. Das einfachste ist Chlor, das im ersten Weltkrieg genutzt wurde, ebenso Phosgen. Das sogenannte Senfgas (Schwefellost, Yperit) ist kein Gas, sondern ein flüssiges symmetrisches Sulfid (Siedepunkt 215 C). Die bekanntesten besonders gefährlichen Vertreter Sarin, Soman, Tabun, VX, DF, QL basieren auf Phosphonsäureestern. Lewisite sind organische Arsenverbindungen, und dann gibt es noch Stickstoffloste. Ein ungewöhnliches Beispiel ist 3-Chinuclidinylbenzilat (BZ). Es verursacht ähnlich LSD Psychosen und wurde durch den Film "Jacob's Ladder" bekannt.
Das erinnert mich an eine Episode einer deutschen Krimiserie, in der unter dem Mikroskop etwas gezeigt wurde, was eine Mischung aus Pest und Ebola sein sollte. Allerdings ist Yersinia pestis ein Bakterium und der Ebola-Erreger ein Virus, also wesentlich kleiner. Der Erreger der echten Grippe, das Influenza-Virus, fällt in Deutschland übrigens auch unter die Kriegswaffen, ebenso die Maul- und Klauenseuche.
Ketonorganische Verbindung mit einer -CO- Gruppe. Ist einer (oder beide) der Reste ein Wasserstoffatom, so spricht man jedoch von einem Aldehyd.
KnallkapselnKnallkapseln, für das Knallsignal Sh3 (Nothalt) bei der Eisenbahn, sind in der Eisenbahn-Signalordnung ESO, dem (west)deutschen Signalbuch, seit 1986 nicht mehr enthalten, gehören aber z. B. in Großbritannien noch zur Standardausrüstung der Bahnen. Sie wurden/werden in Dreiergruppen auf einer Schiene befestigt und explodieren bei der Überfahrt des Zuges.
Magnetisierte StoffeSind in der Luftfahrt jedoch ein Gefahrgut
MannitolhexanitratNitromannitol
MercaptanThiol, Stoff analog zu einem Alkohol, bei dem der Sauerstoff durch Schwefel ersetzt ist, also -SH. Einige Mercaptane tragen den Weltrekord im Stinken.
NitroglycerolNitroglycerin
NitroguanidinPicrit
OktolitOctol
OxynitrotriazolONTA
PCBPolychlorierte Biphenyle sind eine der eigentümlichsten Gruppierungen unter den Gefahrgütern. Sie sind ölartig, eigentlich ungefährlich, nicht giftig, nicht ätzend, nicht brennbar, und deshalb hat man sie auch viel als Kühlöle in Transformatoren eingesetzt. Leider neigen sie dazu, in bestimmten Temperaturbereichen, die bei Bränden entstehen, Dioxine zu erzeugen. Deshalb sind alte PCB-Transformatoren in Deutschland heute entsprechend gekennzeichnet.
PCPPentachlorphenol. Chlorphenole sind stark giftige Substanzen, das Pentachlorphenol PCP wird als Fungizid verwendet. Unterholz kann man mit 2,4,5-Trichlorphenoxyetheansäure (2,4,5-T) beseitigen. Nimmt man 1:1 noch 2,4-Dichlorphenoxyethansäure hinzu (2,4-D), so hat man eine unter "Agent orange" bekannt und berüchtigt gewordene Mischung. 2,4,5-T wurde auch dadurch bekannt, dass es bei gut 500 C ein noch gefährlicheres Reaktionsprodukt hat: 2,3,7,8-TCDD oder - nach dem Ort benannt, in dem sich das Unglück (nach dem Vietnamkrieg) ereignete - Seveso-Dioxin.
PentaerythritoltetranitratPETN
Phenolorganische Verbindung mit einer -OH Gruppe an einem Benzolring
PhosgenWurde im 1. Weltkrieg als Giftgas genutzt und ist trotz des Namens keine Phosphorverbindung, sondern ein Kohlensäurechlorid: Cl2CO, das Ausgangspunkt vieler Synthesen ist.
Poly-Polymer, durch Verbindung von vielen (in der Regel gleichartigen) kleineren Molekülen (dem Monomer) gebildetes Molekül, mit Molmassen von Tausenden, Kunststoff. Die Verbindung kann auf verschiedene Art geschehen.
ProbenAls diagnostische Probe sind nur solche Blut- oder Gewebeproben anzusehen, bei denen lediglich ein Verdacht auf eine Krankheit besteht. Präparate, die nachweislich erkrankten Patienten oder Tieren entnommen wurden, gehören in die Nummern UN2814 bzw. UN2900.
QuecksilberEin Stoff, der weder sauer noch alkalisch ist, jedoch Ätzwirkung hat. Quecksilber löst sogar Gold. Interessant ist auch, dass viele Quecksilberverbindungen und auch Quecksilberdämpfe hochgiftig sind, metallisches Quecksilber aber lediglich als ätzendes Gut deklariert wird.
SchaumkunststoffBekanntester Vertreter der aufgeschäumten Kunststoffe ist vermutlich Polystyrol, das unter dem Handelsnamen "Styropor" geläufig ist.
SchneidvorrichtungenKabelschneider, die mit Sprengladungen zum Durchtrennen von Freileitungen ausgestattet sind, bei militärischen Flugzeugen und Hubschraubern
SpaltbarSpaltbare radioaktive Stoffe sind Kernbrennstoffe. Man darf hoch angereicherte Kernbrennstoffe übrigens nicht mit normalen Mitteln löschen, sondern braucht wasserstoffreie Speziallöschmittel. Der Hintergrund ist, dass (H1-) Wasserstoffkerne etwa die Masse eines Neutrons haben und somit im elastischen Stoß besonders gut Energie aufnehmen. Damit werden die Neutronen schnell gebremst (moderiert), was einerseits eine gewisse Abschirmwirkung hat, andererseits aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Kernspaltung im vorhandenen Brennstoff erhöht, die weitere Neutronen erzeugt. Es besteht also die Gefahr einer Kritikalität, die sich nicht als Explosion (das funktioniert nur in besonderen Anordnungen), jedoch als unangenehmer Schauer aus Gammastrahlung und Neutronen auswirken wird. Tödliche Unfälle durch Kritikalität gab es mehrfach, zuletzt bekannt wurde jene in Tokeimura, Japan.
Struktur von MolekülenWird der Wasserstoff an einem Molekül ganz oder teilweise durch andere Stoffe - Atome oder Gruppen - substituiert, so gibt man bei die Stellung dieser Substituenten in der Strukturformel durch die Nummer des jeweiligen Kohlenstoffatoms (bei Kohlenwasserstoffen) an. So hat 1-Chlor-1,2,2,2-tetrafluorethan zwei C-, ein Cl- und vier F-Atome. Ein Cl und ein F sitzen am ersten C, die drei verbleibenden F am anderen C. Ähnliche Regeln gibt es auch für die Position von Mehrfachbindungen.
StyrenStyren wird häufig Styrol genannt (analog zu Benzen, Toluen und Xylen) und ist das Monomer des bekannten Kunststoffs Polystyrol, siehe auch hier.
TetrachlorkohlenstoffTetrachlormethan, als "Tetra" früher in Feuerlöschern verwendet, aber wegen seiner Giftigkeit schon lange nicht mehr zugelassen
ToxineGiftige Substanzen, die von lebenden Organismen produziert werden und unmittelbar giftig, aber nicht ansteckend wirken. Bekannte Vertreter sind Botulinus-Toxin vom Clostridium botulinum (ein anaerobes Bakterium, das durch verdorbene Lebensmittel bekannt ist), um Größenordnungen wirksamer als TCDD; Saxitoxin (aus Algen); Mycotoxine (Pilzgifte) wie Aflatoxin. Der "Fluch des Pharao" hingegen ist lediglich ein Pilz namens Aspargillus flavus, der nur gesundheitlich bereits angeschlagenen Menschen gefährlich wird.
TrichlorethylenBekannt als "Tri"
TrinitroanilinPikramid
TrinitrochlorbenzenPikrylchlorid
TrinitrophenolPikrinsäure
TrinitrophenylmethylnitraminTetryl
TrinitroresorcinolStyphninsäure
TrinitrotoluenTrinitrotoluol, TNT
Vinyl-Ethenyl-Gruppe (H2C=CH-)
Vinyliden-H2C=C= Gruppe (zweiwertiger Rest)

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