Über meine Person

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Sven Rudolf Herzfeld

Heinz-Willi
Monsieur Hulot
Störtebeker
Deichgraf
Herzchen

Was bin ich überhaupt für ein Typ?

Fragen über Fragen: Was habe ich früher gemacht, was in der Mittelstufe, wie sah es in der 11. Klasse aus, wie in der 12. und habe ich tatsächlich Abitur? Gab es ein Leben außerhalb der Schule und habe ich gedient? Dann gibt's noch was zu meiner Physik-Zeit und dem TI-Studium, gefolgt vom vorläfigen Höhepunkt, dem Einstieg in den Beruf.
Schließlich will ich auch von meinen Hobbies berichten, der Bahn, dem Rudern, Square Dance, Tauchen und meinen literarischen und musikalischen Vorlieben sowie von den Fantasy-Rollenspielen. Ach ja, wie bin ich ins Netz gekommen?
Last, but not least, muß ich wohl noch erklären, warum ich welchen Namen trage.

Die Frühzeit

Geboren am 16. September 1971 in Berlin, also Jungfrau und Schwein (chinesisches Horoskop), siedelte ich schon nach wenigen Wochen - allerdings ohne nennenswerten Einfluß meinerseits - nach Hannover um. Mit etwa anderthalb Jahren muß ich dann zum ersten Mal nach Oberbayern in den Urlaub gefahren sein, wo mich die Großeltern in einem geliehenen Kinderwagen die Berge hinauf schoben. Zumindest hat man mir das berichtet, meine eigene Erinnerung beginnt erst irgendwann im Kindergartenalter. Nach einigen Jahren, die im Detail wohl nicht so wichtig sind, im Kindergarten im Culemeyertrift, kam dann die Einschulung zur Grundschule Wendlandstraße, wo die größte Annehmlichkeit für mich der Matheunterricht in der letzten Stunde war - waren wir nämlich fertig, so durften wir eher gehen. Ich machte davon reichlich Gebrauch. Mit dem Sport stand ich allerdings auf dem Kriegsfuß, und das änderte sich auch nicht, als ich später den zweiten Karriereschritt auf der Orientierungsstufe Meldaustraße anging. Lediglich die geordnete Bewegung im Wasser habe ich schon vor dem Schwimmunterricht in der 4. Klasse gelernt, was sich immerhin damals schon im silbernen Schwimmabzeichen niedergeschlagen hat. Zu den beiden Jahren auf der OS ist ebenfalls nur wenig zu berichten, die Pflichtzeit in einer Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag verbrachte ich zumindest eine Zeitlang bei der Schüerzeitung, ohne es jedoch langfristig zu journalistischen Ehren zu schaffen.

Die Bismäc-Zeit

Die Mittelstufe

Von Herrenhausen ging es dann in die Südstadt, auf die Bismarckschule. Zum weithin üblichen Englisch als erste Fremdsprache gesellte sich Französisch als zweite, ansonsten ging das Leben seinen gewohnten Gang. Ich ging also zur Schule, machte meist meine Hausaufgaben, lernte praktisch nie für eine Klassenarbeit und kam dabei mit ganz annehmbaren Noten weg. Auch hier war Mathe eines meiner besten Fächer, nur gab es mein Lehrer irgendwann auf, mir die Quadratzahlen bis 30 beibringen zu wollen. In der 9. Klasse passierte dann etwas, was mein Leben deutlich änderte: ich kam über einige Ecken in den Ruderverein und bin diesem Sport heute noch treu.

Die 11

Irgendwann war mit dem Wandern zwischen Bootshaus (die erste große Sommerwanderfahrt führte auf die Mosel), Bildungsstätte und heimatlichem Zimmer (wo sich inzwischen ein Commodore 128 als damals hochmoderner Computer eingefunden hatte) auch die 11. Klasse erreicht, was für zwei Fächer das Aus bedeutete: Biologie und Musik, eines paßte nicht mehr in den Stundenplan, das zweite konnte sich wegen gewisser Vorbehalte gegen den Lehrer auch bei anderen Schülern nur vereinzelt gegen Kunst durchsetzen. In vielen Fächern wurde wenig Vernünftiges gelernt, und ich gab es auf, in Mathe noch Hausaufgaben zu machen. Sie machte ja ohnehin niemand, und ich hatte den Vorteil, dass ich sie in der Stunde nach einem Blick auf die Aufgabe noch schnell an die Tafel bringen konnte. Dementsprechend auffällig waren die Endnoten gesplittet: wenige gute, relativ viele schlechte und keine goldene Mitte. In der 11 muß es auch gewesen sein, dass die drei dort versammelten Ruderer (mich hatte nach längerem Einerfahren eine Mannschaft eingekauft) in einem Referat über "Handwerk und Technik der Antike" den Lehrer oder vielmehr die Tafel vermittels nachgebauter Katapulte mit Kreidestückchen beschossen und sich damit 15 Punkte sicherten. Da im Sportunterricht eine Individualsportart belegt werden mußte (inzwischen geht auch Rudern), entschloß ich mich mangels Interesse an Leichtathletik, Gymnastik und Schwimmen zu einem Turnkurs bei einem vom Rudern bekannten Lehrer, was sich eigentlich als Fehlentscheidung herausstellte: die anderen drei Teilnehmer waren ausnahmslos Mitglieder in einem Turnverein. Immerhin, das Klima war gut, und ein halbes Jahr geht recht schnell vorbei.

Die 12

Auch das gesamte Jahr endete, und es ging in die Kursstufe, mit Mathe (in Kooperation an der Tellkampfschule) und Chemie als Leistungskurse, Englisch als schriftlichem und Erdkunde als mündlichem Prüfungsfach. Nach der 12. Jahrgangsstufe hätte ein Ruderurlaub Erholung bringen sollen, er endete aber (nach dem üblichen Riesenspaß trotz Streß) damit, dass die mit der Bahn in die Heimat Reisenden wegen nicht abgestempelter Papiere als "DDR-Bürger" von ungarischer Polizei aus dem Zug geholt wurden. Wenig später hat sich die Haltung der Ungarn bekanntlich geändert, da waren wir aber schon lange wieder frei. Ein Wiedersehen mit dem nun offeneren Ungarn feierten einige der Wanderruderer ein Jahr darauf, als mehrere Leistungskurse ihre Studienfahrt dorthin richteten. Visegrad, Esztergom, Szentendre, Budapest - zum zweiten Mal, doch kein bißchen langweilig (seufz ... hoffentlich komme ich da bald mal wieder hin). Zu Kritik führte allerdings das teilweise sehr enge Programm, und eine Minigruppe von drei Personen, die schließlich allein mit dem Professor der Uni Budapest unterwegs war, fand es reichlich peinlich, den Mann einfach so stehen zu lassen. Dank eines Lehrers konnten wir immerhin noch einen Schnellkurs in Önologie machen, was bei der Einreise in die Bundesrepublik dazu führte, dass der Bus fast leer war, weil so ziemlich jeder auf's Klo ging, um peinlichen Fragen nach den 7 Flaschen Wein im Koffer zu umgehen ... es war der späte Abend des 2. Oktober 1990, wo ohnehin niemand kontrollierte, dafür bekam man aber selbst von der Autobahn aus überall Feuerwerk zu sehen.

Zum guten Schluß

Auch die 13. Stufe war irgendwann zuende, in unserem Jahrgang lagen ausnahmsweise die Abiklausuren sowohl früh als auch nur relativ kurz vor Ende des Unterrichts. Die Ergebnisse befriedigten mich nicht sonderlich, eigentlich lief es vorher in allen Fächern besser. Nur in Englisch brachte mir James Thurber mit seiner Fabel "The Human and The Dinosaur" 13 Punkte und scherzhafte Kommentare eines Mitschüers, ich sei ja wohl ein Streber. Alles in allem kamen 622 Punkte und damit ein Schnitt von 2,2 zustande, für 18 Jahre, in denen ich praktisch nie einen Finger krummgemacht habe, ganz ordentlich, denke ich.

Außerschulisches zwischendrin

Ach ja, mit 17,nochwas Jahren habe ich damals den Führerschein begonnen und gemacht. Vielleicht hätte es mir eine Lehre sein sollen, dass ich ausgerechnet durch die theoretische Prüfung gefallen bin und den praktischen Teil (bei Verdacht auf Eisglätte) gemeistert habe. Ein Bekannter vermittelte einen Gebrauchtwagen, Audi 80 von 1979, der als Willi-Mobil berühmt-berüchtigt wurde. So riß mein ehemaliger Mathelehrer, ein eher strenger Vertreter seiner Art, den extra für ihn provisorisch festgeklemmten Türgriff ab, als sein Sohn mit uns zum Rudern nach Holland fuhr. Beim Weg zum Konzert von Midnight Oil in Hamburg gab die Kupplung den Geist auf, was einen Rückweg auf der A7 mit Tempo 60 brachte. Doch sowohl der Transport eines Barkenanhängers als auch größere Einläfe im Trainingslager zu Kassel brachte die Kiste hinter sich, bis nach vier Jahren der Auspuff wenige Meter vor der Heimat zwischen Geibelstraße und Altenbekener Damm abfiel und das Gefährt an einen Bastler verkauft wurde. Finanziert wurde ihr Unterhalt mit meinem Job bei einer Spedition, Pakete verladen und Paletten verschieben, bis mir der Chef eines Tages Barcodescanner und Textmarker in die Hand gab, um die Zielorte zu kennzeichnen.

Die Physikzeit

Nach dem Abitur immatrikulierte ich mich erst einmal an der Uni und wollte frohgemut im Oktober mein Physikstudium beginnen, als ich nach der Wanderfahrt die Einberufung vorfand. Eigentlich hatte ich gehofft, als T3-ler nicht gebraucht zu werden.

Zwischenspiel: Beim Bund

So rückte ich am 2. Oktober stattdessen in Northeim bei der Ausbildungskompanie Stabsdienst/Militärkraftfahrer 2/1 ein und erfüllte meine staatsbürgerlichen Pflichten, so gut ich konnte (auch wenn ich mich für das Referat über die Entwicklungen der Verfassungen eigentlich nicht freiwillig gemeldet hatte). Unser Unteroffizier meinte zwar, dass seine Gruppe beim Marsch immer als erste am Ziel sein müsse, war aber auch der einzige, der sich selbst in den Matsch legte, um uns etwas vorzumachen. Es muß der 26. Oktober gewesen sein, als ein Stubenkamerad (noch ein paar Dioptrien kurzsichtiger als meine Wenigkeit) und ich vom Schießplatz weg zu den Sanitätern gerufen wurden und nach langen Minuten voller Ungewißheit die Kunde erhielten, dass wir nach den seit Ende September geltenden Bestimmungen gar nicht da sein dürften. Wir müßten ja noch unsere Sachen abgeben, auch sei es schon spät am Tag, aber morgen sollten wir verschwinden, man wolle nicht mehr für uns haften. Den Kameraden hatte es hart getroffen: am Vortag hatte seine Mutter seinen Studienplatz weggegeben, weil er ja beim Bund war. Ich konnte tags darauf an der Uni meinen Verzicht widerrufen und lief einige Wochen parallel als Student und Soldat (offizielle Entlassung war wegen einiger Formalitäten auf Bundeswehrseite erst am 11.11., so lange gab's auch noch Geld) durch die Gegend. Auch den Job bei der Spedition bekam ich wieder.

Das Studium

Das erste Semester verlief so ziemlich blendend, ich erhielt auf Anhieb alle Scheine, die ich machen konnte. Damit war leider in einigen Fächern die Motivation weg, nach zwei Jahren segelte ich durch's Vordiplom. Auch die Wiederholung im Jahr darauf war nicht erfolgreich, mir wurde ausgerechnet die Mathematik zum Verhängnis. Irgendwann in dieser Zeit orientierte sich meine Spedition auf Festangestellte um, ich wurde wie die anderen Schüer und Studenten an den Schwesterbetrieb weitergereicht. Dort waren die Maximalgewichte der Pakete zwar geringer, aber im Schnitt waren sie höher, die Arbeit stressiger und das Arbeitsklima schlechter. So bewarb ich mich kurzfristig auf eine Anzeige hin beim Heissen Draht in der Anzeigenannahme, wurde prompt genommen und hatte bis zum Ablauf der Kündigungsfrist eine Weile zwei Jobs gleichzeitig. Beim "Draht" habe ich im Laufe der Zeit sowohl die normale Anzeigenannahme (Verkaufe Auto! - Was denn für eins? - Natürlich Mercedes!), Kontaktanzeigen (Er sucht Sie für alles was Spaß macht, alles kann, nichts muss) als auch Korrektur (Markenuhren-Imitate, günstig) gemacht.

Die Neuzeit

Meine Bildung betreffend hatte ich mich nun irgendwie auf Technische Informatik an der Fachhochschule Hannover eingeschossen, wobei ich heute nicht mehr genau weiß, wieso gerade das. Ich glaube, ich habe in der Mailbox, in der ich damals User war, um Tips gebeten (der Netzzugang kam in der Physikzeit). Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz fand sich zuerst die Firma Klöckner-Moeller am Kronsberg hinter dem Messegelände, doch unmittelbar vor meiner Vorstellung erhielt ich einen Brief, dass ich auch bei der ÜSTRA anfangen könne. Letztere hatte den beachtlichen Vorteil, dass sie (lange vor dem Bau der D-Süd zur EXPO) leichter erreichbar war, ich griff zu und landete irgendwie bei einem neuen Hobby. Das TI-Studium ist nun auch beendet, mehr dazu findet sich hier.

Beruflich

... habe ich aus mehreren Angeboten das ausgesucht, was meinen Interessen am nächsten kam und nebenbei auch noch relativ nah an Hannover: Siemens Mobility Rail Automation in Braunschweig, die Stellwerksbauer von Siemens (ehemals Transportation Systems bzw. Verkehrstechnik). Nach dem Einstieg beim Thema China (samt zweier Dienstreisen nach Fuyang/Anhui) kam ich über ein englisches Zwischenspiel (Dorset Coast) relativ schnell in Richtung Niederlande, und so war ich recht lange mit der Portierung der erfolgreichen Serie Simis C Niederlande (auch EBS genannt, z. .B. Rotterdam) nach Simis W beschäftigt, zuletzt als technischer Projektleiter. Das Stellwerk Deventer ist im September 2008 in Betrieb gegangen, ein Jahr später eine neue Version. Nach einiger Arbeit für ein größeres Angebot bin ich aktuell mit ETCS beschäftigt, vorwiegend mit der RBC-Entwicklung, aber auch mit dem Projekt INESS von UIC und UNIFE.

Hobbies

Bahn
Wie berichtet, bin ich 1995 auf die Straßenbahn gekommen und in dieser Angelegenheit zumindest gelegentlich noch aktiv. Die Hannoversche Interessengemeinschaft für den ÖPNV e. V. nennt sich inzwischen allerdings anders, siehe auch hier. Einige Zeit danach habe ich auch wieder die Modelleisenbahn ausgekramt (Baugröße N), die natürlich ebenfalls eine Straßenbahnstrecke besaß. Zwischen Semester, Arbeit, Rudern und Klausuren programmierte ich eine PC-Steuerung für die Anlage, die mittels der Streckenbeschreibungen an jede beliebige Anlage angepaßt werden konnte, die nicht zu viele zu stellende Elemente braucht. Das System arbeitete vollkommen konventionell, die Stromkreise werden nach Bedarf einem Trafo zugeordnet, so dass; für jeden fahrenden Zug ein Trafo benutzt wird. Der Vorteil ist (oder sollte sein), dass keinerlei Umbauten an den Loks erforderlich sind. Inzwischen ist das Projekt aber zugunsten eines anderen eingestellt.

Über dieses und die aktuelle Planung der Modellbahn soll an anderer Stelle berichtet werden.

Rudern
muß ich ja wohl nicht extra erwähnen, auch wenn es sich auf die Wanderfahrten im Sommer, den Weser-Marathon und das Staffelrudern beschränkt. Mehr dazu bei www.heinz-willi.de.

Square Dance
näher beschrieben auf einer Extraseite, hält mich seit Anfang 2009 auf Trab.

Tauchen
kam so richtig ab 2009 in meinem Portfolio dazu, siehe hier. Parallel dazu habe ich mich auch über Wasser fortgebildet und 2010 ein paar Qualifikationen erworben: "Sportbootführerschein Binnen", "Sportbootführerschein See", "UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)", "Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis Short Range Certificate - SRC -" und "Fachkundenachweis nach dem Sprengstoffrecht für Führer von Wassersportfahrzeugen".

Lesen
tue ich eigentlich alles, was mir so in die Finger kommt. Die Sammlung hat einen beachtlichen Anteil an Friedrich Dürrenmatt, Delphinliteratur und (logisch) Eisenbahn- und Straßenbahnbüchern. Bei den Zeitschriften kommt neben einigen Vereinszeitungen die c't, das Spektrum der Wissenschaft und das Feuerwehr-Magazin ins Haus. Sehr beliebt ist auch immer Science Fiction, aus diesem Bereich habe ich es zuletzt auf das englische Original vom "Anhalter" gebracht, den "Hitchhiker's Guide to the Galaxy". "The Lord of the Rings" stand ebenfalls zur Wahl, den kannte ich aber schon auf Deutsch. Nach Marion Zimmer Bradleys Avalon-Trilogie und Tolkiens "Buch der verschollenen Geschichten" und dem "Silmarillion" stand vor einiger Zeit wieder "Fremdsprachliches" auf der Anschaffungsliste: Wolfram von Eschenbachs "Parzival" in einer zweisprachigen Fassung (mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch). Da dessen 1. Band nicht lieferbar war, hatte ich zwischendurch schon mal das Nibelungenlied in Angriff genommen. Einen Blick auf das Ende darf ich dem Leser hier mal erlauben:

hie hât daz mære ein ende: daz ist der Nibelunge nôt.

Es folgte wenig später eine Sammlung von Geschichten über die Artussage (Geoffrey von Monmouth, Wace, Wirnt von Grafenberg, Chrétien de Troyes) Als ich dann in "Wobü" eine Buchhandlung aufsuchte, um mich erst mal mit Karten einzudecken, habe ich dann aber doch gleich noch zum Hobbit und den drei Bänden vom "Lord of the Rings" auf Englisch gegriffen. Den gesamten Zyklus um Horatio Hornblower von C. S. Forester habe ich ebenfalls mehrfach durch.

Musik
Der Bogen spannt sich von den Beatles über die EAV und Midnight Oil bis zu Queen, um nur die besonders stark vertretenen Gruppen zu nennen. Raritäten wie das einzige Rustikal der deutschen Musikgeschichte, Wolfgang Ambros' Watzmann und Exoten wie die australische Rockband Yothu Yindi, Jeff Wayne's War of the Worlds und Klassiker wie The Animals, The Cure und Torfrock verbinden sich mit klassischer Musik von Bach bis Wagner, dem Phantom der Oper, den Comedian Harmonists und echter Comedy wie dem Kleinen Tierfreund, GŁnter dem Treckerfahrer und Stenkelfeld zu einer abwechslungsreichen Mischung. Eine besondere Spezialität ist mittelalterliche Musik (bis hinein in Renaissance und Barock), worin ich mich allerdings nicht als fachkundig bezeichnen würde. Schuld daran ist sicherlich Corvus Corax, die immer dann in Braunschweig auf dem mittelalterlichen Markt spielten, wenn ich mit Freunden aus dem Netz in Wolfenbüttel war. (Gerade mal einen Kilometer von meiner jetzigen Heimat.) Nicht zu vergessen sei an dieser Stelle auch Lacrimosa für den etwas dunkleren Teil meiner Seele :-)

Das "Palästinalied" von Walther von der Vogelweide ist übrigens eines der ältesten Musikstücke, von dem auch die Noten überliefert sind. (Ähnlich alt wie die von Orff bekannte Carmina Burana, aber auch die heutigen Formen von Artus- und Nibelungensage.)

Rollenspiele
Irgendwann zur Schulzeit spielten wir mal Das schwarze Auge. Wesentlich später fragte mich dann mein Mitdiplomand Stephan, ob ich nicht Lust hätte, in einer Runde einzusteigen. Das führte (nach einem Probespiel mit einem Gaukler) zu Abracar, dem Magier (DSA). Als ich dann in Wolfenbüttel einen alten Freund traf, hat er mich sofort verhaftet, was zur "Erwürfelung" von Eldarion Auengruß füuhrte (ein DSA-Auelf). Dazu kamen noch weitere Charaktere, in meiner ersten Runde zunächst der D&D-Halbling Willi Langgang. Ein Koch (!) namens Ernbrecht Triffon (DSA - "Die liebliche Küche des Lieblichen Feldes") war der erste, dem ich einen richtigen Hintergrund verpasst habe und der somit der eigentliche Einstieg ins Rollenspiel ist. Er ist bislang allerdings erst in zwei kurzen Abenteuern zum Einsatz gekommen. Für eine D&D-Runde (nach neuem System) kam der menschliche Barde Walther von Eichenlaub hinzu, von dem die gesamte Lebens- und Familiengeschichte feststeht. Walther (ist übrigens ein Künstlername) kann mit in der 7. Stufe bereits mit einem Modifikator von 15 auf Auftreten und Informationen sammeln agieren. Im Laufe der Jahre sind noch etliche Charaktere bei DSA und D&D hinzu gekommen, D&D 3.0/3.5 leite ich inzwischen gelegentlich selbst und wir haben uns auch mit PPP beschäftigt.

Im Netz
Ich halte Computernetze zwar eher für ein Werkzeug als für einen Selbstzweck, las und schrieb eine Weile wesentlich mehr News als ich mich im www aufhielt, verzichtete aber dennoch nicht darauf, einen Teil meiner Freizeit mit an sich unnützem Gelabere im z-netz.miteinander.kontakte zu verbringen. Immerhin kennt sich die Stammbesatzung zum Teil schon seit Jahren durch regelmäß:ige Treffen persönlich.
Angefangen hatte das noch zu meiner Physikzeit, als ich ein Modem erwarb und von einem Kommilitonen die Nummer der Letterschen Daten Box (LDB) bekam. Einige Zeit später eröffnete ich dann mein eigenes System, zuerst unvernetzt, dann mit einer Handvoll Nutzer. Das endete schließlich, als der Sysop der LDB sein System schloß und mit damit mein Server fehlte. Allerdings konnte ich unter gleichem Namen eine Single-User-Site weiterbetreiben, zun"achst Linux-System, dann CrossPoint auf einem relativ alten PC. Der Zugang bei T-Online kam irgendwann zu Ur-BTX-Zeiten vor allem für Homebanking dazu, den Internetzugang (www und ftp) nutzte ich erst wesentlich später. Es muß angefangen haben, als ich die ersten Bahnbilder auf den European Railway Server geladen habe. Heute bin ich fast nur noch surfend und mailend unterwegs.

Spitznamen

Heinz-Willi Kommt aus meiner Anfangszeit beim Rudern. Damals hatte Silo (Thomas Sielenkämper), der Protektor des Rudervereins, meinen bis dato echten Namen nicht im Kopf und meinte zu jemandem, der mich holen sollte, nur "Schickt mir mal den Heinz-Willi her."
Monsieur Hulot Kommt auch von Silo, und zwar aus den bekannten Filmen von Jacques Tati. Mein als Willi-Mobil bekannter Audi hatte gewisse Ähnlichkeiten mit Hulots Wagen in "Die Ferien des Monsieur Hulot", darüber hinaus soll es auch Übereinstimmungen bei den Gängen geben.
Störtebeker Der dritte Silo. Es war beim Kanu-Club Hameln nach einer Wanderfahrtsetappe, als ich eines schönen Abends ein Bier schneller trank als er. Der berühmte Pirat hat seinen Namen von "Stürz den Becher".
Deichgraf Der wuchs auf dem Mist eines Mitabiturienten, wurde außer von ihm eigentlich nie gebraucht und hat auch keine Bedeutung.
Herzchen Tja, das kommt von den ZMK-Frauen. (z-netz.miteinander.kontakte in der ZConnect-üblichen Großschreibung) und dürfte wohl von meinem Nachnamen abgeleitet sein.

Apropos Name: Herzfeld ist der gleiche Name wie Hirschfeld und auch Heartfield und stammt überwiegend von Juden, die irgendwann in Schweden gelebt haben. Genaueres weiß ich darüber und insbesondere meine Verbindung dahin (oder zu Helmuth Herzfeld, bekannter als John Heartfield) allerdings nicht.

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